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        …des wegen ist es auch nicht das Allererste, worüber du dir in deinem Business Gedanken machen solltest…

        Aller Anfang.

        Ich könnte das jetzt nicht empirisch belegen. Aber ich behaupte einfach mal, dass 80% all derer, die sich trauen, mit ihrer Idee, ihrem Produkt, einen Markt zu entern, sich ziemlich schnell auch darüber Gedanken machen, welchen Stempel sie diesem Unterfangen aufdrücken wollen.
        Und das meine ich tatsächlich wörtlich: Die meisten von uns wollen ihrem Baby am liebsten von Anfang an, ein Logo verpassen. Etwas, das sagt: „Hier bin ich! Und ich meine es verdammt nochmal ernst!“

        Ging mir auch so. Daran habe ich ziemlich schnell getüftelt, als ich damals nach der ersten Hochzeit, die ich begleitet hatte, beschloss, daraus einen Beruf zu machen.

        Im Nachhinein muss ich mich jedoch ernsthaft fragen, WELCHE Gedanken ich mir da eigentlich gemacht habe. Denn bis auf den Schriftstil für meinen Namen, kann ich gar nicht mehr so genau verstehen, was ich mit diesem -ersten- Logo aussagen wollte.

        Oft ist es ja so: Man überlegt nicht ganz genau, was es heißt ein Logo für ein Unternehmen – für eine Marke – zu erstellen. Oftmals werden Elemente zusammengefügt, die man irgendwie schön findet. Die sich vielleicht schon ein bisschen in die eigene Ästhetik einfügen. Die bestenfalls auch irgendetwas mit dem Unternehmen zu tun haben, um das es geht. Oder mit der Branche.
        Ich wage zu behaupten, dass die meisten -ersten- Logos vom jeweiligen Unternehmer selbst erstellt werden. Und dass es dabei oft darum geht, dass es ‚schön‘ ist. Nicht so sehr, welche Botschaften es eigentlich transportieren soll.

        Better done than perfect(!?)

        Überhaupt mit etwas anzufangen, ist in meinen Augen in den allermeisten Fällen besser, als zu warten, bis die scheinbar perfekte Version sich vor einem auftut.

        Aber ‚anfangen‘ heißt ja auch nicht zwingend, in blinden Aktionismus zu verfallen und irgendetwas zu basteln, nur damit etwas da ist. In Sachen Logo ist es durchaus ratsam, ein paar grundlegende Überlegungen vornan zustellen.

        Dein Logo ist nicht dein Branding

        Man könnte annehmen, dass ein Logo sozusagen als ‚Brandzeichen‘ einer Marke gleichzusetzen ist mit dem BRANDING einer Marke. Das ist nicht der Fall. Vielmehr ist das Logo Teil des Brandings. Es transportiert die Botschaften der Marke. Es erzeugt Assoziationen und Gefühle, die die Marke hervorrufen soll. 
        Du siehst wohin das führt… Um also ein richtig gutes Logo zu kreieren, das diesen Zweck tatsächlich erfüllt, macht es durchaus Sinn, vorab das Branding der Marke zu definieren.

        Was macht denn nun aber ein wirklich gutes Logo aus? Hier kommen 10 Punkte:

        1. Es spiegelt die Persönlichkeit deiner Marke wieder. Es ist die Aufgabe deines Logos ein deutliches und wahrnehmbares Gesicht für deine Marke -für dein Brand- zu sein. Das heißt, du kannst mit deinem Logo auch erklären, wofür dein Unternehmen steht. Welche Werte in deinem Unternehmen gelebt werden.
        2. Ein gutes Logo hat Symbolkraft. Es ist der Botschafter deiner Marke und transportiert eine Geschichte. Eine Anschauung. Das Gefühl, welches du mit deiner Marke verbindest. Die einzelnen Gestaltungselemente sollten also durchdacht und ganz bewusst ausgewählt werden.
          Wenn du so willst, ist dein Logo ein Vorschlag an den Betrachter. Es gibt einen Anhaltspunkt über das Erwartbare. Es ist eine Einladung.
        3. Ein gutes Logo ist repräsentativ für dein Unternehmen. Es abstrahiert, worum es in deinem Unternehmen geht und weckt Assoziationen und Aufmerksamkeit. Ein Logo sollte immer ein Hinweis sein – keine Abbildung dessen, was du tust. Das Logo eines Fotografen muss also nicht zwingend eine Linse oder eine Kamera beinhalten, um klar zu machen, worum es geht. Diese gezielte Darstellung des Angebots wirkt schnell phantasielos und austauschbar.
        4. So einfach wie möglich und so komplex wie nötig.
          Je mehr Details dein Logo aufweist, desto komplizierter gestaltet es sich für den Betrachter, die Botschaft zu erfassen. Und dann verliert er möglicherweise das Interesse, sich mit dir und deiner Marke näher zu befassen. Hinzu kommt, dass es technisch und grafisch weniger flexibel einsetzbar ist, wenn es sehr detailreich ist.
          Dein Branding ist die Summe von allem – dein Logo ist es nicht! Halte es also eher abstrakt.
        5. Ein gutes Logo ist zeitlos und richtet sich nicht nach aktuellen Trends aus. Es sollte über einen längeren Zeitraum gut funktionieren, was aber nicht heißt, dass es sich nicht weiterentwickeln kann.
        6. Je einfacher ein Logo zu erfassen ist – optisch und inhaltlich – desto einprägsamer ist es auch. Das bedeutet auch, je individueller es auf eine Marke zugeschnitten ist, desto eher wird es auch damit verbunden. 
        7. Ein gutes Logo ist technisch überall einsetzbar und genügt im besten Fall ein paar grafischen Kriterien:
          1. Es funktioniert im besten Fall horizontal und vertikal und ist auch ohne Rahmen, Kästchen ohne Boxen drumherum überall einsetzbar. 
          2. Es hat maximal zwei verschiedene Schriftarten.
          3. Für Drucke sollte es im CMYK-Farbraum, für Bildschirme im RGB-Farbraum vorliegen. Zusätzlich macht es immer Sinn auch eine s/w-Variante zu haben. Du solltest dir auch verschiedene Formate anfertigen (lassen), denn für ein Logo auf einer Visitenkarte brauchst du eine ander Auflösung als auf einem Megaplakat (Stichwort: Vektordateien)
        8. Ein professionelles Logo wertet deinen Unternehmensauftritt immer auf und macht deinen professionellen Auftritt rund.
        9. Dein Logo ist immer nur der Grundstein eines überzeugenden und professionellen Auftrittes. Damit deine Aussendarstellung in Summe homogen und professionell wirkt, solltest du in jedem Fall das Große-Ganze betrachten und dir einen Corporate Design Guide erstellen: Dieser beinhaltet zum Beispiel eine feste Position deines Logos in den verschiedenen Kanälen, also auf deiner Webseite, deiner Rechnung, deiner Visitenkarte, deinem eBook usw. Der Design Guide legt darüber hinaus das (grafische/optische) Erscheinungsbild deiner Marke fest und gibt damit auch Sicherheit.
        10. Der aus meiner Sicht wichtigste Punkt bei der Erstellung eines Logos: Definiere zuerst dein Branding! Definiere die Botschaften deiner Marke. Definiere, wer du in deiner Marke bist und welche Werte, Visionen – Gefühle und eindrücke mit deiner Marke verbunden werden sollen. Und dann: Kreiere (d)ein Logo. Erschaffe eine Marke!
        Logo-Logodesign-Marke-Personal-Branding-Kitty-Fried

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        […] Denn wenn du dir diese Frage stellst, dann bist du über den Punkt hinweg, an dem du dachtest, dein Logo wäre dein Branding! Und bitte, ich meine das gar nicht überheblich – ich war dort, an diesem […]

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