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        Für mich persönlich ist das deine meiner größten Befürchtungen: Viel Geld zu investieren, groß zu träumen und dann zu erkennen, dass Liebe, harte Arbeit, eine Vision und eine große Investition nicht (immer) ausreichen, um meinen Traum zu verwirklichen. Mit so einer großen Sache zu Scheitern und befürchten zu müssen, dass der Traum die Existenz bedroht.

        Sophia Kolasinski tritt aber den Beweis an, dass auch so ein Szenario niemals die Endstation bedeutet. Ich habe nicht nur mega Respekt vor ihrer Geschichte, sondern vor allem davor, dass sie sie erzählt. Um anderen Mut zu machen und zu zeigen, worauf es am ende immer ankommt!

        Lies selbst…

        Ich bin Sophia Kolasinski, Gründerin der Mindful Female Academy und lebe als Zwillingsmama mit meiner Familie in Berlin.

        Mein Mann und ich hatten große Pläne

        Ich komme aus der Gesundheits- & Sportbranche und hatte immer als Traum ein eigenes Fitnessstudio zu leiten. Der Traum erfüllte sich eines Tages „plötzlich“ und da stand ich nun als stolze Inhaberin eines Frauenfitnessstudios und hatte mich sehr gefreut, nun endlich so richtig durchzustarten, meinen Traum leben zu können. 

        Ich habe dieses Studio übernommen so wie es war, mit allem was existierte; Fitnessgeräte, Kurse, Sauna, Verkaufsbereich und Mitarbeiter. Mein Mann und ich hatten mit diesem Studio große Pläne und wollten uns sogar mit weiteren Studios vergrößern.
        Doch ziemlich schnell erkannt ich, dass dieses eine Studio doch weit mehr Liebe, finanzielle Mittel und Aufmerksamkeit benötigte als erwartet, damit es überhaupt weiter existieren kann. Somit konzentrierten wir uns auf dieses eine Fitnessstudio mit rund 20 Mitarbeitern, um langfristig davon auch leben zu können. 

        Daraus ergab sich ein Kampf über drei Jahre, in denen ich Jahr für Jahr finanzielle Mittel zur Verfügung stellen musste, damit der alltägliche Betrieb überhaupt weiterlaufen kann.

        Nach drei Jahren und vielen „Pleiten, Pech und Pannen“, einer Schwangerschaft mit einigen Komplikationen (und Gott sei Dank wunderbaren Zwillingen) und unzähligen Stunden voller Tränen sowie Frustration, musste ich mich gegen das Studio entscheiden und eine Insolvenz anmelden. 

        Das war der Tag X vor dem ich mich sehr gegrault hatte und an dem ich mich wiederum endlich für mich und meine Familie entschieden habe! Ich hatte Angst vor dieser Entscheidung und wollte das so auch alles gar nicht. Doch nur wenige Tage später, nach dieser großen Entscheidung, ging es mir schon wesentlich besser als noch einige Tage zuvor. Eine riesen Last fiel von meinen Schultern und ich konnte endlich wieder frei amten. 

        Natürlich bin ich zu diesem Zeitpunkt gescheitert.

        Aus meiner Sicht und aus Sicht vieler Menschen in meinem Umfeld. Auch davor hatte ich Angst, denn wer will schon öffentlich scheitern und zugeben müssen „es nicht geschafft zu haben“. 

        Mittlerweile habe ich erkannt, dass ich definitiv nicht gescheitert bin, denn ich habe tagtäglich mein Bestes gegeben, damit der Laden läuft.
        Mein persönliches Scheitern zu der Zeit war, dass ich nur im Außen gelebt und mich nicht um mich selbst gekümmert habe. Denn durch die Abhängigkeit vom Außen, von anderen Menschen, war ich so sehr darauf bedacht, dass keiner merken soll wie schlecht das Studio eigentlich läuft und welche Sorgen ich täglich mit mir herumtrage. 

        Zum Glück habe ich zu der Zeit privat viel Sport getrieben, denn sonst hätte ich tatsächlich gar nichts für mich getan. Daraus habe ich gelernt bzw. ist damit ein großer Prozess der Selbstreflektion sowie Selbstliebe entstanden. 

        Reden hilft!

        Damals standen meine Mama und mein Mann sehr hinter mir – und auch heute immer noch. Das war eine große Hilfe, besonders, wenn du ständig an dir und dem, was du tust zweifelst. Ich habe viel über die Dinge geredet, die ich damals erlebt habe und die ich erfahren musste. Das habe ich beibehalten und empfehle es auch, nichts in sich hineinzufressen. Egal ob es der Partner, die Familie oder eine Freundin ist, es wird dir jemand zuhören und du kannst dir dadurch Luft machen. Es gibt kaum etwas Schlimmeres, als alles in sich hineinzufressen.  

        Dadurch dass ich zu dem Zeitpunkt einjährige Zwillinge hatte, kein weiteres Einkommen und definitiv noch nie die Person war, die den Kopf in den Sand steckt, ging es natürlich weiter. Ich musste mich schnell umorientieren und habe mich voll auf meine Familie und meine Zukunft besinnt. 

        Wo ich heute stehe

        Aus dem damaligen Erlebnis habe ich viel für mich mitgenommen und mich enorm weiterentwickelt. Und da ich weiß, dass sehr viele Frauen Angst vorm Scheitern haben oder ihnen auch der Mut fehlt, etwas umzusetzen, bin ich mit der Gründung der Mindful Female Academy sehr glücklich, da ich für so viele Frauen eine wertvolle Unterstützung auf ihren persönlichen Wegen bin. 

        Meine Arbeit bestärkt Frauen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung, um das zu erreichen was sie auch wirklich wollen. Horche immer erst einmal in dich hinein, um zu erfahren wie es dir wirklich geht, was du willst und wo deine Reise hinführen soll. Es ist so essenziell sich um sich selbst zu sorgen, bevor es an die großen Projekte da draußen geht. Wenn es dir gut geht, dann kannst du auch Energie abgeben und kriechst nicht langfristig auf dem Zahnfleisch. 

        Ich lebe meine Visionen, habe eine wundervolle Familie an meiner Seite und weiß einfach, dass Pausen, Achtsamkeit sowie Selbstreflektion in meinem Alltag für mein Schaffen und mein glückliches Leben unglaublich wichtig sind. 

        Sophia Kolasinski | Gesundheits-& Mentalcoach, Autorin & Gründerin der Mindful Female Academy | Im Netz


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