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        Es ist wohl das am kontroversesten diskutierte Thema. Oder das am besten gehütete Geheimnis unter UnternehmerInnen: Der Preis. Oder die Begründung dafür. Oder alles zusammen.

        Wir wollen uns nicht in die Karten schauen lassen und doch suchen wir händeringend nach jemand der uns an dieselben nimmt und uns zeigt, mit welchem Preis wir das beste Geschäft landen: Der Preis, der unsere Kosten deckt UND unseren Wert spiegelt. Den emotionalen und realen Wert unserer Leistung. Der Preis, der aber gleichzeitig potentielle Kunden nicht ins Feld jagt oder uns dastehen lässt wie geldgierige Halsabschneider.

        Ich persönlich nenne diesen Preis: meinen ‘Wohlfühlpreis‘. Für meine Hochzeitsfotografie hat es mich ein paar Jahre gekostet, herauszufinden, welcher das ist. Vor allem in den schwierigen Zeiten ist es mir extrem schwer gefallen, zu mir und meinem Preis zu stehen und mich eben nicht unter Wert zu verkaufen!

        Aber ihr sollt nicht nur meine Meinung dazu lesen! Ich bin furchtbar geehrt, dass ich die liebe Heike von suess & salzig nicht nur fotografieren durfte, sondern sie mir auch ein paar Fragen zum Thema Pricing beantwortet hat. Lest selbst!

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        Ganz gleich, ob wir ein Produkt oder eine reine Dienstleistung bepreisen – den richtigen Preis für etwas zu finden und den dann am Markt auch tatsächlich mit echten Kunden realisieren zu können, ist nicht so ganz leicht. Du bist ja auch schon ewig dabei – was ist deine ganz persönliche Geschichte zum Thema Pricing?

        Von Beginn meiner Selbstständigkeit 2005 habe ich auf Kunden im gehobenen bzw. Premiumsegment gesetzt. Die Überlegung dazu war in meinen Augen eigentlich von Anfang an ganz klar, es gibt für mich nur diesen einen Weg. suess-und-salzig war und ist ein Einzelunternehmen, es geht hier nicht um Masse sondern Klasse. Außerdem waren mir sehr gute Zutaten und hochwertige Handwerksarbeit vom Start an sehr wichtig, das war und ist mein USP, somit hat sich nie die Frage gestellt, ob ich auch günstige Sachen anbieten möchte, weil das ein Widerspruch zu den Produkten gewesen ist, die ich herstelle. Meine Nische habe ich ganz klar in Qualität vor Quantität gesehen.

        Einer Sache einen Preis zu geben, wird dann schwieriger, wenn man den eigenen Wert oder den Wert der eigenen Leistung beziffern soll. Findest du nicht? Wie bist du zu deinen Wohlfühlpreisen gekommen? 

        Kalkulieren macht wohl niemand Spaß, den größten Fehler den viele junge Unternehmer machen, ist Umsatz mit Gewinn zu verwechseln. Es ist unbedingt erforderlich mal alle Fixkosten zu addieren und sich dann auszurechnen welchen Stundensatz muss ich verdienen bzw. wieviel von einem Produkt muss ich verkaufen, um überhaupt schwarze Zahlen zu schreiben? Das hat also nix mit Wohlfühlpreisen zu tun, sondern eher mit rechnen:-) 
        Viele Anfänger orientieren sich an den Preisen von Mitbewerbern, die aber schon jahrelange Erfahrung, ein beachtliches Portfolio und eine große Expertise vorweisen können. Es reicht aber nicht hochpreisig zu sein, um Erfolg zu haben, die erbrachte Leistung muss auch dazu passen.

        Du hast es geschafft, dich in einem hochwertigen Preissegment anzusiedeln. Dort zu bleiben, gehört ganz sicher zu deinen jährlichen Herausforderungen. Wie bist du dort hingelangt und wie schaffst du es, da zu bleiben?

        Natürlich kann ich mich trotz eines gewissen Bekanntheitsgrads niemals auf meinem guten Namen ausruhen. Je hochpreisiger ein Produkt oder eine Dienstleistung ist, die man anbietet, desto anspruchsvoller sind die Kunden und das völlig zurecht. Um mich ständig weiterzuentwickeln versuche ich mich so häufig es geht in irgendeiner Form fortzubilden. Ich lese viel Fachliteratur, besuche Kurse oder tausche mich mit Kollegen aus. Wichtig ist es auch, sich immer wieder zu reflektieren und selber zu hinterfragen, was läuft gut, was kann ich noch verbessern? Ohne Frage ist das ein anstrengender Prozess, der aber für mich zwingend zum dauerhaft erfolgreich sein dazu gehört.  

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        Noch mehr Bilder aus der Serie mit Heike findet ihr HIER!

        Wer umgekehrt noch Lust auf ein Interview hat, das Heike mit mir geführt hat, kann hier weiterlesen!

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