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        Mein Mann kam an diesem Tag von einem Managementseminar seiner Firma zurück und erzählte mir von diesem Speaker, der die ganzen Manager motivations-technisch mal ein bisschen aufgemischt hatte – endlich einmal nicht das übliche bla-bla.
        Der Redner – Jim Lawless – sei ein verrückter Typ, der sich in den Kopf gesetzt hatte, all seinen Mut zusammen zu nehmen und innerhalb eines Jahres vom übergewichtigen Manager zum Jockey zu werden und an einem echten Pferderennen teilzunehmen. Ohne jemals vorher geritten zu sein. {www.tamingtigers.com}

        Zu diesem Zeitpunkt bin ich schon etwas länger mit dem Gedanken schwanger gegangen, auf einem Netzwerktreffen der Hochzeitsbranche in München einen kurzen Impulsvortrag zu halten und mein neues Lilla · F Baby vorzustellen.
        Doch jedes Mal, wenn ich intensiv darüber nachdachte, klopfte mein Herz wie wild und in meinem Schädel schrie eine Stimme: “NEEEEIIIIIIINNNN!!”

        Bei der Vorstellung vor dieser Gruppe Menschen zu sprechen, stellten sich mir sämtliche Körperhaare auf und auf meiner Stirn bildete sich der Angstschweiß…
        aber als mein Mann von diesem Vortrag erzählte und vom Ängste überwinden und vom trotzdem machen, da brach plötzlich der Revoluzzer in mir durch und noch am selben Abend meldete ich meinen Vortrag an.

        Eine Achterbahn der Gefühle

        Schon am nächsten Tag hatte ich meine Entscheidung bereut. Aber die Schmach des ‘Schwanz-Einziehens’ wollte ich mir nicht geben.

        Fünf schwierige Wochen voller Hirnen und Verwerfen, voller Herzklopfen und Versagensängste später, stehe ich also vor schätzungsweise 50 Menschen aus der Münchener Hochzeitsindustrie und erkläre ihnen meine Sicht auf das Thema Branding. Mein Idee vom Weg dahin. Und ich vergesse die Hälfte von dem was ich sagen will. Und mein Mund ist ganz trocken. Und ich versuche in die letzte Reihe zu schauen, damit ich auch wirklich gerade stehe.

        Und dann ist es plötzlich vorbei. Die Leute klatschen begeistert und jubeln fast. Und dieser ganze Schwall an Gefühlen tobt in mir: STOLZ. Herzklopfen. Die Frage, warum ich eigentlich so ein Theater gemacht habe, schließlich lebe ich ja noch. STOLZ. Selbstkritik. Zweifel – hab ich was wichtiges vergessen!? Euphorie… was, wenn ich für die Bühne geboren bin ;D
        (Übrigens den Video-Mitschnitt gibt’s demnächst exklusiv für Newsletter-Abonnenten!)

        Es ist irre. Und so langsam beginne ich die fragenden Blicke derer zu verstehen, die sich und mich vorher gefragt haben, warum ich mich anstelle – schließlich wäre ich doch nicht auf den Mund gefallen und auch sonst recht kommunikativ… Komisch, war ich es doch hauptsächlich selbst und ganz allein, die an mir gezweifelt hat.

        Mutig sein, kann man lernen.

        Diese und viele, viele andere eigene -aber auch fremde- Geschichten zeigen mir, dass wir uns selbst oft mehr in frage stellen, als Andere das tun.

        Natürlich gibt es immer Stimmen von aussen. Meist hinter unserem Rücken. Stimmen, die kritisch sind. Die uns nicht so viel zutrauen. Die uns klein halten wollen. Und gerade (wir) Frauen sind so oft geneigt, dem Glauben zu schenken. Wenn ‘DIE’ das sagen, dann muss es ja wohl so sein…
        Doch genau das Gegenteil ist der Fall: Wir dürfen zuerst an uns selber glauben, bevor es die Anderen tun. Ja, wir müssen sogar. Um es uns selbst zu beweisen. Und damit auch denen da draussen.

        Und zwar auch denen, die recht hatten. Denen, die uns bestärkt haben. Die an uns geglaubt haben. Denen wir NICHT geglaubt haben…

        Mut ist nicht das Gegenteil von Angst.

        Ich denke mutig sein, kann man lernen. Klar: es ist in der Natur des Menschen, Risiken abzuwägen. Wäre ja bescheuert, etwas zu wagen, bei dem man sehr wahrscheinlich draufgehen kann… (wobei sich ja auch für diesen Nervenkitzel ein paar Homo Sapiens finden…)

        Trau dich…

        Aber letztlich ist es genau das: abwägen, was das allerschlimmste sein kann, das einem passieren könnte und dem gegenüberzustellen, was das coolste und beste sein könnte, das aus der Sache resultiert.
        Es fällt uns dennoch manchmal nicht leicht, JA zu etwas zu sagen, obwohl die PRO-Liste übermächtig lang ist.

        In dem Fall heißt es, Zähne zusammen beißen. Sich trauen. Für eine Millisekunde. Den einen Schritt zu machen. Zu springen. Diesem ganzen Adrenalin nachzugeben. MACHEN.

        Und in den allermeisten Fällen werden wir belohnt, mit einer mega Erfahrung, mit einem Riesen Haken am Egobrett. Mit so viel Schwung und Motivation für Neues. Und meistens ist das erste Mal ‘Trauen’ schlimm, aber schon das zweite Mal fühlt sich so viel besser an.

        Hast du denn auch schon solche Erfahrungen gemacht? Das ‘sich trauen’ sich lohnt!?? Erzähl’ doch gerne in den Kommentaren davon! Ich bin gespannt…
        Alles Liebe,
        Kitty

        Mut-Risiko-Business-Machen-Trauen-Selbstbestimmt-Frauenpower-München-Branding

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        PS: Den Video-Mitschnitt (aufgenommen von Walter Weber) meines Vortrages gibt es ganz exklusiv für alle Lilla · F Club Newsletter Abonnenten! Bist du dabei!?

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